Installationen

2017

Ergänzung zu der bereits bestehenden Installation ....siehst du 

Die Installation „Siehst du„ entstand im Zusammenhang einer Gemeinschaftsausstellung niederländisch/deutscher Künstler auf einem im Krieg zerstörten und später wieder aufgebauten Bauernhof an der d/nl. Grenze. Das Thema war „Grenze und Grenzerfahrung“,in der Installation wurden von mir verschiedene Facetten der Thematik aufgegriffen.

Die bestehende Installation wurde nach einem weiteren Aufbau im „Notre Dame Galerie des Arts“ Ubbergen (Sommer 2017) erweitert um eine Gruppe reduziert ausgearbeiteter, weiß gebrannter Keramikfiguren. Wesentlich ist dabei die Anonymität und Austauschbarkeit der dargestellten „Menschenkinder“.

Ausschlaggebend für die Idee war die Einbeziehung des Publikums im De Refter. Die Besucher wurden aufgefordert, sich auf den Weg ins Ungewisse zu begeben, indem sie (möglichst mit verschlossenen Augen) ein Stück über die verbrannte Erde (Aschespur) liefen. Die Personen, die sich darauf einließen, zeigten eine große Betroffenheit. Dadurch ausgelöst erweiterte ich die Installation um die Gruppe der „Menschenkinder“.

Diese Figuren stehen für alle Verfolgten, Vertriebenen, Evakuierten und schutzlosen Menschen, in der Vergangenheit  Gegenwart und Zukunft. Ganz gleich welcher Nationalität, Religion oder Hautfarbe, sind sie Stellvertreter für eine leidende Zivilbevölkerung, die hilflos der Willkür und der Gewalt ausgeliefert sind. Alle mußten und müssen verlassen, was ihnen lieb und vertraut war, meist nur mit wenigen Habseligkeiten. Diese Figuren sollen in ihrer Anonymität, Einheitlichkeit in Farbe und Form deutlich machen, daß es jeden treffen kann und immer wieder geschieht. Sie sollen eine Betroffenheit erzeugen die zum Nachdenken zwingt.

 

Die Idee, eine begrenzte Anzahl von Figuren lebensgroß zu realisieren und sie an einem durch Krieg belasteten Ort aufzustellen, kam von einer Initiative, die im Raum Beek/Ubbergen/Persingen/Zyfflich/Oij an einer Erinnerungsroute arbeitet, nachdem Mitglieder der Initiative meine Installation und die Dokumentation dazu gesehen hatten. Ich unterstütze diese Idee ausdrücklich, da sie für mich Vergangenheit und Gegenwart verbindet. 

In die Art der Realisierung der Figuren (Keramik, Holz oder andere Werkstoffe) bin ich bisher nicht eingebunden; dies ist letztlich auch eine Kostenfrage, da dies ja im Zusammenhang mit einem größeren Gemeinschaftsprojekt realisiert werden soll.

 

 

2018 Zwischenkontinent

Auch die Installation " Zwischenkontinent " ist inzwischen fertiggestellt, sie wird Bestandteil der Ausstellung "Schattenwelten" in der Galerie de boeken in Ulft NL sein. 

Die Ausstellung ist vom 12. September bis zum 29. Oktober 2018

2018....weg vom Fenster

Installation zur Schließung der letzten Steinkohle - Zeche im Revier, 2018

war etwas anders geplant, konnte aber wegen Platzmangel nur auf diese Weise für die Revierkunst realisiert werden.

die Redewendung hat laut Wikipedia ihren Ursprung im Bergbau
die Redewendung hat laut Wikipedia ihren Ursprung im Bergbau

Gesangsbeitrag von Natalie Mol  auf der Revierkunst 2018 

Zeche Ewald in Herten

 

Film zur Installation "...siehst du..." 2017

Der Film zur Installation "...siehst du..." aufgenommen im Juni 2017, die Installation war Bestandteil der Ausstellung " Randschaft " in der Galerie Notre Dame des Arts Ubbergen/NL 

die Installation "...siehst du..."  2015 Kranenburg

Installation
....siehst du..Installation Anne Thoss und Uwe Verheyen, 2015 Kranenburg (Kunst geht über die Grenze)

Objektkisten aus der Installation

Das Thema Grenze ist in dieser Arbeit weit gefasst und landet immer auch bei den 

Grenzen in der Gesellschaft und in den Köpfen.

Die Installation will mit ihren vielen thematischen Facetten bei der betrachtenden Person 

diejenigen Seiten ansprechen, die auf eigenes Erleben von (oder auf Gedanken zu) Grenzen 

im Positiven wie auch im Negativen beruhen. Dabei öffnet man den Deckel und schließt ihn 

wieder - je nachdem, wie intensiv man sich der Auseinandersetzung stellen will.

              Zur Entstehung dieser Installation: (Textauszug)

 

           Thema Grenze - eine Flut von Gedanken und Assoziationen stand am Anfang, ausufernd, 

           Grenzen (des Machbaren, des Wollens und Könnens) überschreitend. Dann kamen die Kisten 

           ins Blickfeld - und die Erinnerung an eine verschlossene Kiste des Vaters, die dem Kind 

           vorenthalten wurde; die die Geschichte des Vaters enthielt. Eine Geschichte, die dem Kind 

           verborgen, „erspart“ bleiben sollte. Die aber die Familie prägte. ....

           Ein ostdeutscher Vater, im Krieg  denunziert, Front, Verwundung,

           Kriegsgefangenschaft, Neuanfang im Westen.

           Eine Mutter mit niederländischen Wurzeln, in der hiesigen Grenzregion aufgewachsen,

           der Name zwangsweise eingedeutscht. 

           Stark im Glauben verwurzelt, aber ausgegrenzt (exkommuniziert) von der katholischen Kirche, 

           Ein Kind der Sünde. Der Vater getrennt zu seinen Wurzeln durch einen „eisernen Vorhang“, 

           Das Öffnen dieser Kiste durch das Kind in späteren Jahren war eine Grenzüberschreitung - 

           und auch eine Grenzerfahrung. 

           In Erinnerung an die Auseinandersetzung damit, sowie ausgelöst von den aktuellen Bildern, 

           die täglich auf uns einprasseln, ergaben sich die Themen. In die Kisten eingegossen und 

           verschlossen können sie wiederholt geöffnet werden - und müssen sie auch.

 

           Bei den Vorbereitungen hörte ich immer wieder den Satz, „ich kann das nicht mehr sehen“ - 

           die Grenze zur Verdrängung bricht auf, 

           die Grenze zur Belastung, die Grenzen der Wahrnehmung.

 

           Die einzelnen Themen: Krieg, Tod, KZ, Flucht, Wasser, Landesgrenzen, Religion, 

           Gesellschaft, Mensch.

           In allen Bereichen geht es um das Einhalten oder Überschreiten von Grenzen, um 

           Grenzerfahrungen. Natürliche und willkürliche Grenzen, Halt/Struktur gebende sowie 

           einengende Grenzen, Eingliederung und Ausgrenzung, positive wie negative Erfahrungen.

           Die Kisten bieten die Möglichkeit, sich damit auseinander zu setzen, oder sie eben auch wieder 

           zu verschließen. 

 

           Der Koffer ist ein Überbleibsel der Nachkriegszeit - immer griffbereit mit allen wichtigen 

           Papieren und Wertsachen. Für viele Menschen in anderen Ländern ist dies heute wieder 

           real - wenn sie überhaupt einen Koffer haben…

 

           Fazit: die größte Grenzerfahrung für die Erde ist der Mensch.

           Ist das jetzt alles zu negativ? Ich denke nein - die Auseinandersetzung mit diesen Themen, 

           auch gemeinsam mit anderen Menschen, ebenso die künstlerische Bearbeitung kann eine 

           sehr positive Erfahrung sein.

            

 

 

           Over het ontstaan van deze installatie:

 

           Thema  „grens“- een vloed van gedachten en associaties stond aan het begin, uitgrijpend,

           grenzen (van mogelijkheden, van het willen en kunnen) overschrijdend. De blikjes brengen de

           herinneringen aan een vader en zijn geschiedenis die hij zijn dochter onthield.

           Een geschiedenis, die verborgen is gebleven, om het draaglijk te maken. Maar het vormde

           de familie.

           Een Oostduitse vader, tijdens de oorlog verklikt, front,krijgsgevangenschap, vertek naar het westen.

           Een moeder met Nederlandse oorsprong, die in het grensgebied ppgroeide, de naam gegermaniseerd 

           onder dwang.

           Sterk gelovig, maar uitgesloten (geexcommuniceerd) van de Katholieke Kerk. Een kind van de zonde.

           De vader gescheiden van zijn oorsprong door een „ijzeren gordijn“.

           de moeder ondanks Nederlandse afkomst met onaangename ervaringen bij het oversteken 

           van de grens naar het buurland.

           Het openen van de koffer door het kind in latere jaren was een grensoverschrijding - maar ook 

           een grenservaring.

           In herinnering aan de uiteenzetting daarmee, bijkomend veroorzaakt door de huidige beelden

           die ons elke dag bereiken, kwam dit onderwerp tot stand. Gegoten en vastgehouden in de 

           blijkes kunnen ze altijd weer geopend worden - en dat moet kunnen. 

 

 

           Tijdens de voorbereidingen hoorde ok keer op keer de zin: „ik kan het niet meer zien“ - de grens

           naar de verdringing, de grens naar de belasting, de grens naar de gewaarwording.

 

           De onderwerpen: oorlog, dood, concentratiekamp, vlucht, water, grenzen, religie, maatschappij, mens.

           Op alle gebieden gaat het om het observeren of overschrijden van grenzen, om grenservaring.

           Natuurlijke en willekeurige grenzen, structuur gevend zowel als beperkende

           grenzen, integratie zowel als uitsluiting, positieve zowel als negatieve ervaringen.

           De blikjes bieden de mogelijkheid zich daarmee meer of minder uiteen te zetten.

 

           De koffer is een overblijfsel van de naoorlogse periode - altijd bij  de hand met de belangrijke

           documenten en zaken van waarde.

           Voor vele mensen in andere landen is dit vandaag weer reeel - als ze überhaupt 

           een koffer hebben.

           Conclusie: de grootste grenservaring voor de aarde is de mens.

           Is dit te negatief? Ik denk het niet - de uiteenzetting met deze onderwerpen,

           gemeenschappelijk met andere mensen of op een artistieke manier kan een heel positieve ervaring zijn. 

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